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Dritter Tag

Wir sind umringt von Wäldern!

Es fühlt sich merkwürdig an, als würden hunderte von Augen uns beobachten. Ganz anders als bei uns daheim....irgendwas scheint hier vorsich zu gehen, ich weiß nur nicht was...

 

Vielleicht ist genau das das, wovon Frau Nettern sprach!?! Ich werde mich jedenfalls bemühen und meine Sinne schärfen und schaun, was das sein könnte! Allerdings geht das hier nicht besonders gut: der Wagen ruckelt noch immer ohne Ende, erst recht seitdem der Weg noch holpriger geworden ist - ist es überhaupt noch ein Weg? - und Herr Steting das Fluchen verschärft hat - seit kurzem weist er den Weg darauf hin, wie schädlich er doch für für die Achsen des Wagens wäre - und natürlich, nicht zu vergessen(!), diese Blicke aus dem Wald...

2.5.08 17:17


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Rindenmulch und Sauerampfer

Nun bin ich hier... also da... also in meiner neuen Hütte! Ok, es ist ein Haus, ein kleines, aber immerhin, ein Haus.

 

Die Ankunft war wenig spektakulär. Herr Steting setzte mich an der großen Kurve, der großen Straße, die nicht zu meinem Haus führt, ab. Er zeigte mit einer knappen Bewegung seines linken Arms auf einen kleinen Feldweg, brabbelte etwas von 5min Gehzeit, dass er weiter müsste, seine Waren abliefern, er mir alles Gute wünschen würde, verfluchte dann noch schnell eine Fliege, die ihn um die Nase flog und fuhr dann auch schon weiter. Ich konnte ihm grad noch ein schnelles Danke hinterher rufen, meine letzte Tasche vom Wagen ziehen und dann war er auch schon um die Kurve und ausser Sicht.

Ich glaube seine letzten Worte waren das meiste, das er in den verangenen drei Tagen zu mir sagte...

 

Nach einer kurzen Verweilzeit - man braucht ja doch einen Moment, um die Landschaft um sich herum zu erfassen - betrat ich dann den kleinen Weg. Es dauerte wirklich nicht lange, um zu meinem Haus zu gelangen. Seltsamer Weise führten insgesamt fünf Wege zum Haus. Das erinnerte mich gleich an die Sage von Rhom, der Stadt zu der alle Wege führen und nach der ich nun mein Haus benannte.

Sonst gab es erst einmal nicht viel am Gelände zu entdecken, zugegeben, es war auch schon recht dunkel. Das einzige, was mir sofort auffiel - weil ich beides so sehr mag - war die Unmenge an Rindenmulch und Sauerampfer auf dem Weg zum Haus. Dieser braune, weiche Weg, dessen Geruch sich mit dem des frischen, grünen Wiesenkrauts vermischte, mir entgegen strömte, als wolle er mich begrüßen und sagen Fühl Dich wohl! Fühl Dich zu Hause! Wir begrüßen Dich!

Für einen Moment klang es sogar so, als hätten sie es wirklich gesagt...

Rhom selbst, wie schon erwähnt, ist nicht besonders groß, dafür aber sehr geräumig und sauber! Ich hatte zunächst befürchtet alles erst einmal putzen zu müssen, aber das Haus glänzte wie ein neuer Schilling. Allerdings....ich weiß, es klingt verrückt...aber es war, als würde sich das Haus für mich putzen. Sah ich eben noch eine Staubschicht und holte einen Lappen, so war der Staub weg, sobald ich zurück kam. Aber vielleicht bilde ich mir den Staub hier und da auch nur ein, der schlechte Schlaf der letzten Nächte steckt mir wohl doch mehr in den Knochen, als ich dachte. Hoffentlich ist das Bett gleich bequem und ich shclaf endlich mal wieder mehr als vier Stunden. Naja, zumindest scheint Rhom mich nicht zu beobachten - denke ich zumindest - ein echter Fortschritt! ;D

Nun sitz ich also hier, in einem, in MEINEM sauberen Haus, mit einer Tasse Tee und trockenem Brot. Morgen werde ich wohl erst einmal meinen Vorrat aufstocken und den Garten betrachten.

Aber jetzt erst einmal: Gute Nacht!

2.5.08 22:14





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